Meine Intention für die Reise war es, dass wir auch die südliche Algarve etwas erkunden. Schließlich ist sie ja auf allen Reiseführern abgebildet und somit Zielort aller Portugalreisenden. Also starten wir einen zweiten Versuch in Richtung Faro. Es ist ein Vormittag voller Missverständnisse und Kompromisse und wie sich am Ende des Tages heraus stellt, wäre ein anderes Programm deutlich sinnvoller gewesen. Denn wir sitzen unendlich lang im Auto für einen kurzen Stadtbummel.
Die Altstadt von Faro ist ganz hübsch, aber alles darüber hinaus ist komplett zugebaut und völlig überladen. Wir versuchen anfänglich noch, den Eingang zu einem Nationalpark zu finden, was sich als endlose Suche entpuppt und schließlich zur Aufgabe derselben führt und jede Menge Frust herbeiführt. Also bleibt am Ende nur besagter Stadtbummel, der fast noch mit einem Strafzettel für falsches Parken endet, in letzter Minute können wir die Polizistin noch von unserer Unschuld überzeugen.
Irgendwie ist heute der Wurm drin, selbst die Suche nach einem Cafe dauert ewig und die Bedienung ist obendrein ziemlich mürrisch. Insgesamt finden wir die sonst so freundlichen Portugiesen hier gar nicht freundlich. Wahrscheinlich sind sie von den Touristen widerrum total genervt. Die Damen gönnen sich Süßspeisen, der Herr nimmt ein Superbock, gezapft.

Auf der Rückfahrt entscheiden wir uns für einen Zwischenstop in Albufeira. Dort finden wir eine kleine aber feine Bucht mit pittoresken Felsformationen wie aus dem Bilderbuch. Dort bleiben wir, bis die Sonne hinter dem Hügel verschwindet, dann wird es relativ schnell kühl.
Zurück in Vila do Bispo wollen wir am Abend in das empfohlene Restaurant direkt neben unserer Unterkunft gehen. Jedoch auch das bleibt uns heute verwehrt, es ist voll und wird sich auch nach langem Warten nicht ändern. So kommen wir dazu, all unsere wunderbaren Reste aufzubrauchen und finden das am Ende genau richtig. Nach einer Flasche Reserva aus dem Douro gehen wir zufrieden schlafen.








