Tag 2 – Vila do Bispo

Nach einer sehr guten Nacht und einer erfrischenden Dusche wollen wir schauen, ob wir ein nettes Cafe finden für den ersten Espresso und das obligatorische Pastel de Nata. Wir werden schnell fündig und geniessen eben dieses in der warmen Sonne an der Snackbar Zig Zag, direkt neben dem Mercado Municipal. Den wollen wir als nächstes besuchen und uns treiben lassen durch die Stände voller buntem Gemüse, Obst, Nüsse, Mandeln, Oliven und Honigsorten. Im hinteren Bereich sind zwei Fischstände, deren Auslage uns gleichzeitig fasziniert wie erschreckt. Da wir nicht viel Kenntnis haben, fragen wir nach geeignetem Fisch für eine kräftige Suppe, das Gemüse und die Kräuter dafür haben wir schon in der Tasche, alles super frisch.

Wir bringen alles zurück zur Unterkunft und machen uns nun noch einmal auf den Weg Richtung Ortskern, zum Jardim da Praça da República, einem schönen Platz mit Kirche namens Igreja Matriz de Nossa Senhora da Conceição. Sie soll innen sehr beeindruckend sein, aber wir konnten es nicht überprüfen, denn wie meistens ist sie geschlossen. Vielleicht haben wir in den nächsten Tagen mehr Glück. J. gönnt sich im Cafe Bishop noch ein Moräne-Sandwich, es wird wohl eine einmalige Erfahrung bleiben…

Nun wird es Zeit für die Küste, schließlich trennen uns nur ein paar (Kilo)Meter. Wir entscheiden uns für Sagres und schauen gleich mal am Fortaleza des Sagres vorbei, einer Festung aus dem 15. Jahrhundert. Man hat von da wunderschöne Ausblicke auf das Meer und sieht in der Ferne das Kap São Vicente auf der Südwestspitze des europäischen Festlands. Es weht ein ziemlich heftiger Wind.

Jetzt wollen wir das Meer auch direkt begrüßen und entscheiden uns für einen kleinen nahegelegenen Strand, Praia do Beliche. Es scheint eher ein Familienstrand zu sein, Surfer sind hier nicht zu sehen. Uns beeindrucken die Wellen schon ziemlich und J. ist als einzige mutig genug ist, hineinzuspringen und mit ihnen zu kämpfen. Sie hat Spaß dabei, jedoch kämpft sie danach mit Sand und Salz in den Haaren und auf der Haut. Wir beide haben es nicht so eilig mit dem Baden, es kommen sicher noch Gelegenheiten. Die Sonne hat viel Kraft und der Wind gaukelt uns vor, es wäre gar nicht so schlimm. Aber wir fallen nicht darauf rein, Hut und Hemd schützen uns.

Nach der Rückkehr machen sich die Damen daran, aus dem morgendlichen Einkauf auf dem Markt einen ordentlichen Eintopf zu kreieren. Die Küche ist eher spartanisch ausgerüstet, es fehlt an vielem. Aber eine erfahrene Köchin wie mich bringt das nicht aus der Fassung, da wird eben improvisiert. Am Ende ist es eine aromatische Gemüsesuppe mit Fischeinlage, nennen wir das Kind ruhig beim Namen. Für eine Fischsuppe hätte es mehr Lametta bedurft.

Cataplana de Mariscos